Bild vom Kind

Wir alle kennen Aussprüche unserer Kinder wie "kann selber..." oder "will alleine...".
Damit zeigen bereits Kleinkinder ihr Streben nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.
Der Erwachsene sollte ihnen dabei Begleiter sein, Hilfestellungen und Anreize geben wo es nötig ist,
im Übrigen aber dem Kind seine eigenen Erfahrungen und sein eigenes Erleben zugestehen.
In der Montessori-Pädagogik spiegelt der Satz "Hilf' mir, es selbst zu tun" diese Grundeinstellung wider,
die auch wir als Basis für unser pädagogisches Handeln betrachten.

Während der ersten sieben Lebensjahre steht aus entwicklungspsychologischer Sicht die sensomotorische Phase im Vordergrund.
Das Kind möchte die Welt mit allen Sinnen erfahren:
Dinge anfassen, in den Mund nehmen, betrachten, riechen, schmecken, hören, damit hantieren...
Ein Kind denkt in diesem Alter noch nicht abstrakt, es muss erfahren und begreifen.
Kinder wollen und müssen sich bewegen.
Behindern wir also diesen kindlichen Bewegungsdrang, behindern wir damit auch andere Lernvorgänge.
Entwicklung ist ganzheitlich zu sehen, ein Schritt löst immer den nächsten aus.
Im Kindergartenalter lebt das Kind noch in der Erfahrung des Augenblicks.
Seine Handlung ergibt sich aus dem, was es tut.
So malt es z.B. nicht, um hinterher ein Bild zu haben, sondern des Malens wegen.
Dem Nachahmen kommt in diesem Alter eine große Bedeutung zu.
Wenn wir als Erwachsene den Kindern mit unserem Verhalten ein positives Vorbild sind,
und ihnen zugleich Raum schaffen, auch auf Kinderebene voneinander zu lernen,
geben wir ihnen damit die notwendige Orientierung und den Freiraum für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
Die Grundlagen für die emotionale und soziale Entwicklung werden jetzt gelegt.
Je mehr wir das Kind in seiner Persönlichkeit achten,
je mehr wir es in seinem Selbstvertrauen und in seiner Selbstständigkeit fördern,
desto stabiler wird es sein und auch selbst andere achten und sozial handeln können.

Vom ICH zum DU zum WIR - kleine Kinder sind noch sehr ichbezogen.
Die Kindergruppe ermöglicht ihnen hier, ergänzend zur Familie, ein breites Lernfeld.
Innerhalb einer Gruppe kann es Schritt für Schritt seine Erfahrungen sammeln und lernen,
sich im sozialen Gefüge zurechtzufinden und zu einem gruppen- und gesellschaftsfähigen Menschen heranzuwachsen.

Konzept Download (PDF, 209MB):
KiGa_Konzept.pdf

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